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17. Juli 2016in der Gorkistraße

Die Sorgen der Tegeler Händler und Kunden sind berechtigt.

Anlässlich der Kündigung der Händler in der Markthalle Tegel und der Diskussionen dazu meldete sich Yannik Wiedenbrück, Mitglied des Bezirksvorstands der LINKEN Reinickendorf und Direktkandidat für das Abgeordnetenhaus, zu Wort:

Bezirksbürgermeister Balzer (CDU) ließ sich in der ‪BVV‬ am 13. Juli von seiner Fraktion für die Leistung feiern, Karstadt nach Tegel zu holen. Ein Geschenk zur Wahl? Keine Frage: Karstadt ist attraktiv und sinnvoll für den Standort. Die Markthalle ist es nicht minder. Auf drei Einwohneranfragen zum Schicksal der Markthalle im Gefolge des geplanten Umbaus des Tegel-Centers allerdings blieben die Antworten des Bezirksamtes unbestimmt - also unbefriedigend. Wirtschaftsstadtrat Brockhausen (SPD) musste zu seiner „persönlichen Überzeugung“ Zuflucht nehmen, die Markthalle müsse bleiben, u.U. an anderer Stelle; der bisherige Marktbetreiber wolle auch weitermachen. Inzwischen – so hört man – wird Händlern bereits gekündigt. Balzer und Lambert schwiegen gleich ganz. CDU-Fraktionsvorsitzender und Direktkandidat in Wahlkreis 3, Stephan Schmidt, glaubte hoffnungsvolle Signale seitens des Investors zu vernehmen. Die Politik könne aber dem Eigentümer nichts vorschreiben. In den sozialen Medien nennt CDU-Ortssprecher Dirk Steffel die Sorgen der nun tausendfachen Befürworter und Unterstützer der Markthalle - „Gejammere“. Wie gewohnt, haben die Interessen des Investors für die CDU Vorrang.

Warum hat sich die BVV nicht mit einem Auftrag an das Bezirksamt gewandt, sich in Gesprächen mit dem Investor für den Erhalt der Tegeler Markthalle entsprechend den Bedürfnissen der Menschen und der Händler einzusetzen?

Die ‪‎CDUReinickendorf‬ sammelt doch so gern für wichtige und weniger wichtige Dinge Unterschriften. Warum eigentlich ist der CDU keine Open-Petition für den Erhalt der Tegeler Markthalle eingefallen?